„Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur“ in Berlin auf Sanktionsverstöße überprüft

Die deutsche Staatsanwaltschaft hat eine Überprüfung des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Berlin eingeleitet. Die Aufsichtsbehörde prüft die Aktivitäten der Organisation auf Verstöße gegen das Sanktionsrecht. Die Arbeit des „Russischen Hauses“ wird von Rossotrudnichestvo unterstützt.

„Es wird geprüft werden, ob die Aktivitäten des Kulturzentrums nicht gegen das Gesetz über die Außenwirtschaftstätigkeit verstoßen“, zitiert DPA den Vertreter der Staatsanwaltschaft (laut RIA Novosti).

Wie Rossotrudnichestvo feststellt, wurde der Antrag, aufgrund dessen die Untersuchung eingeleitet wurde, vom Abgeordneten der Grünen Volker Beck gestellt. Er behauptet, dass die Organisatoren des Kulturzentrums eine Agentur einbeziehen, die auf den Sanktionslisten steht.

Rossotrudnichestvo erklärte gegenüber RIA Novosti, dass man bisher keine offiziellen Mitteilungen über die Überprüfung des Kulturzentrums in Berlin durch die Staatsanwaltschaft erhalten habe.

Am 21. Juli 2022 hat die Europäische Union das siebte Paket von Sanktionen gegen Russland nach dem Beginn der militärischen Operation in der Ukraine eingeführt. Auf der Sanktionsliste standen u. a. Rossotrudnichestvo und die Russian World Foundation.

Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur befindet sich in Berlin-Mitte. Die Arbeit des Kulturzentrums zielt darauf ab, die kulturellen, humanitären und wissenschaftlich-pädagogischen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland zu entwickeln und die russische Kultur und Sprache zu fördern.

[hmw/russland.NEWS]